Nike Womens Run 24.05.2013 WE OWN THE NIGHT!

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Am Freitag fand der erste Nike Womens run statt.
Die Strecke war 10km lang und man hatte 90min Zeit. Es war ein Rundkurs um den Plötzensee. Im Bereich des Strandbads Plötzensee war ein sogenanntes Eventvillage errichtet. Hier konnte man sich schminken lassen, Fotos machen und viele Leckereien, wie Frozen Joghurt oder auch Obstsalate oder kleine Pies kaufen. Außerdem waren natuerlich auch aktuelle Laufkleidung und -schuhe von Nike ausgestellt.

Das Eventvillage war ab 15 Uhr geöffnet. Da ich den ganzen Tag unterwegs war, kam ich erst um 19 Uhr dort an. Das war die vorgeschlagene späteteste Zeit zu der man kommen sollte und natuerlich war selbst das noch viel zu früh, da der eigentliche Lauf erst 20.30Uhr starten sollte. Der Lauf stand unter dem Motto: „We own the night“. Das Eventvillage war nur für registrierte Läuferinnen geöffnet und es wurden am Eingang auch die Taschen kontrolliert. Einlass wurde genehmigt, wenn man das RaceShirt trug oder das dazugehörige Papierarmband.

Das dazugehörige RacePack konnte man in den 7d vor dem Lauf im Niketown am Kudamm abholen. Auch hier konnte man Fotos machen und sich zuschicken lassen. Das RacePack enthielt ein oranges TShirt und ein Armband. Wer keinen Chip hatte konnte sich hier einen Einwegchip für 6€ dazukaufen. Das war allerdings vorher nicht so gut beschrieben und daher gab es etwas miese Stimmung bei manchen Läuferinnen, die sich nun extra noch einen Chip kaufen mussten.
Die Startgebühr betrug übrigens 20Euro.

Pünktlich waren wir (2 Freundinnen und ich) vor Ort und erkundeten das Village. Es war an den einzelnen Stationen wirklich sehr voll und da es sowieso etwas unsinnig ist, sich vorm Laufen schminken zu lassen und die Bilder auf irgendwelchen Bäumen gemacht wurden, setzten wir uns einfach vor die Kleiderbeutelzelte und quatschten ne Runde. Meine 2 Freundinnen sind noch ziemliche Racerookies und als es dann hieß wir sollen alles abgeben waren sie Feuer und Flamme. Ich wollte aber nur so kurz wie möglich frieren und so konnte ich den Elan der 2 noch etwas stoppen und wir gaben erst kurz vor 8 unsere Beutel ab. Auch so standen wir noch lang genug frierend im Startbereich.

Dreiviertel 8 begann das WarmUp mit den 2 professionellen Trainern Alex und Philipp. Danach reihten wir uns in unseren Startbereich ein. Hier gab es folgende Kategorien: unter 50min, unter 1h, unter 1.10 und Rest. Leider wurde auch nach dem Start wieder deutlich, dass viele sich überschätzen und falsch einordnen…dadurch gab es auch große Drängeleien am Start.

Der Start war an sich das Beste am Rennen. Es wurde Nebel und Konfetti versprüht und war wirklich nett anzuschauen. Die Strecke war dann sehr schnell sehr eng und gerade auf den ersten 5km musste man unglaublich oft gehen, weil so viele Läuferinnen nicht durch die Engstellen passten.

Am Anfang war die Strecke durch Strahler beleuchtet, die gleichzeitig nur etwa kniehoch waren und auch noch genau auf der Strecke standen. Das war wirklich sehr sehr gefährlich, viele tauchten wie aus dem Nichts vor mir auf und ich musste dann drüberhüpfen. Irgendwann erschien auch mitten auf der Strecke ein Boller, den man ja auch mit einem Kegel hätte kennzeichnen können.

Die Laufstrecke an sich war sehr schön und  enthielt überraschenderweise auch einen kleinen Berg. Leider wurde die Bepflanzung an der Strecke vorher nicht gestutzt und so hatte man staendig das Problem, dass man zurückschnipsenden Ästen ausweichen musste, die die Läuferinnen vor mir losgelassen hatten.
Die Splits wurden alle 2km gemessen. Nach 5km gab es einen Erfrischungspunkt. Dieser lag auf dem Gelände der Julius Leber Kaserne. Ich hatte mir die Strecke vorher nicht wirklich angeschaut und hatte keine Ahnung, dass wir über das Kasernengelände laufen. Mein Freund war hier stationiert, als er seinen Wehrdienst ableistete und so hab ich mich gefreut, das Gelände auch mal von innen zu sehen. Die Soldaten selbst reichten uns hier die Wasserbecher und auch ein kleiner Teil der Band spielte für uns. Rund 2km liefen wir ueber das Gelände der Kaserne. Es ging dann auch quer über den Exerzierplatz, über den ich ja schon Horrorstories von meinem Freund gehört hab: Drüberlaufen war allerdings ganz nett. :-) Hier wurden Helikoptergeräusche eingespielt und Nebel verströmt. Danach gings an irgendwelchen Garagen vorbei. Hier wurde man auch mit Musik beschallt.
An der Strecke gab es auch eine Saxophonspielerin kurz bevor wir aus dem Kasernengelände liefen und dann später spielte auch noch eine Frau Cello.
Km 8-9 gingen relativ schnell vorbei. Schade war dass die Strecke viel zu dunkel war und man kaum was erkennen konnte. Am Ende lief man dann auf dem selben Stück wie am Anfang und hier standen wieder die gefährlichen Leuchten auf der Strecke. So hat man allerdings wenigstens was gesehen. Die letzten 2km waren glaube auch meine jemals schnellsten gelaufenen in einem Rennen. Zusammen lief ich sie in 10.49. Also deutlich über 10kmh. Eigentlich wollte ich gerne auf Zeit laufen in diesem Rennen, aber durch die zu engen Strecken und erzwungenen Gehpausen war dies nicht möglich. Am Ende war ich leicht enttäuscht, als die Uhr nur 1.06.44h anzeigte. Meine Freundin, die ihren ersten offiziellen Lauf lief, war sogar schneller als ich…Ich werd wohl immer relativ langsam bleiben. Aber schön, dass sie nen erfolgreichen Lauf hatte. Meine andere Freundin war krank, lies es daher auch langsamer ankamen und trabte nach ca 1.16ins Ziel. Kurz vor dem Ziel hatte ich das Gefühl ich kann nicht mehr, aber dann kam Summer of 69 von Bryan Adams auf meinem Mp3Player. Das ist derzeit einer meiner Lieblingslaufsongs und so konnte ich doch noch ne Schippe drauflegen und gut durchlaufen.

Anscheinend stand Cro (der Pandamann) irgendwo auf dem Zieltor. Ich habe ihn weder gehört, noch gesehen, aber na ja kein Verlust würd ich sagen.

Am Ende gabs in der Finisher Zone kleine weiße Pakete, die noch mal ein Armband enthielten und mit einem Rosa Haargummi geschlossen waren. Es war leider nicht deutlich, dass dies die Medaillen sein sollten, sodass viele der Läuferinnen vorbeiliefen ohne sich zu bedienen. Ich aber schnappte mir mein Armband und lief schnell weiter Richtung Kleiderbeutelzelte. Es war nämlich nun schon echt kalt. Im Zielbereich gab es dann für jede Läuferin auch noch flaschenweise Wasser.

Insgesamt war ich etwas enttäuscht. Der Lauf wurde sehr stark beworben und es wurde viel Promo gemacht, aber so richtig hat er nicht gehalten was versprochen wurde. Die Streckenführung empfand ich als sehr gefährlich und ein Start in Wellen wäre sinnvoller gewesen. Ich geh ja davon aus, dass die Organisatoren vorher wussten, das die Strecke so eng ist. Erst ab km 5 zog es sich etwas und man konnte entspannt laufen.

Von der Gegend war ich allerdings begeistert. Es ist wirklich schön da und ich als Urberliner war dort noch nie. Leider ist der Plötzensee aber viel zu weit weg, als dass ich dort regelmäßig laufen gehen könnte.

Anstrengend war noch die Moderatorin, die irgendwie die gesamte Zeit gequatscht hat und da kamen Sachen aus der raus, die man gar nicht wiederholen möchte.

Ob ich den Lauf nochmal laufen würde? Mhh ich weiß nicht. Vllt, aber dann würd ich als letzte starten und allen anderen erstmal einen Vorsprung gewähren, damit es nicht so drängelig wird. Wichtig ist, dass alle Läuferinnen die zum ersten Mal ein Rennen gelaufen sind, bitte nicht denken, dass die immer so ablaufen. In der Regel hat man die Streckenprobleme nicht! Meine Freundin war auch etwas enttäuscht.

Schön ist übrigens diese Übersicht über die Zeiten. Hier sieht man deutlich, dass ich eigentlich sehr regelmäßig gelaufen bin, bis auf den 2. Abschnitt. Hier war glaube auch der kleine Berg und viele viele Engstellen. Auf die letzten km war ich wie gesagt schneller als sonst.

6 Antworten

  1. […] Mit meiner 1,08h habe liege ich genau zwischen meinen bisherigen Laufzeiten bei den Nikeläufen nach den katastrophalen 1.10.18 im letzten Jahr und 1.06.44h in 2013. […]

  2. […] We own the Night […]

  3. Joshly
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    ich weiß noch nicht, aber denke mal schon, wenn ich an dem WE nichts anderes vor habe. Ist ja schon schön mal raus zu kommen. Die Strecke an sich war ja auch super. Man sollte das ganze eher als FunRun betrachten und eben nicht auf Zeit laufen wollen:-)

  4. laufwelt
    | Antworten

    Danke für den interessanten Bericht! Ich hatte mich nicht angemeldet, weil ich erst mal schaun wollte was andere so berichten :-) Wirst Du nächstes Jahr wieder teilnehmen?

  5. Joshly
    | Antworten

    jup Jana auch:-) Vllt war der Abschnitt auch einfach laenger. Die Strecke soll ja 10.2km lang gewesen sein.

  6. juliee W
    | Antworten

    Im zweiten Abschnitt waren wir alle langsamer. Also denk ich auch das da das viele Gehen war und der Berg 😉

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