Havellauf 2013

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Heute war der Havellauf. Ich hatte mich schon länger drauf gefreut, weil die Strecke echt schön sein sollte und ich schon relativ lange ( für meine Verhältnisse) keinen Wettkampf mehr gelaufen bin.
Anscheinend hatte ich bisher auch nicht wirklich die Wettkampfmentalität.

Nachdem ich gestern noch 10km in 1.06h. in Tempelhof gelaufen bin und das schon relativ anstrengend war, war ich mir noch nicht sicher ob ich heute auf Zeit laufen würde.

Ich bin um 6 aufgestanden und hab mich soweit wie es ging fertig gemacht. Dann habe ich witzigerweiße meinen Bus verpasst. Meine Freundin, die heute mit mir laufen wollte, war not amused. Wir waren dann erst 40min vor Rennstart vor Ort, holten schnell die Startunterlagen ab und suchten die Toiletten. Es gab wirklich nur 6 Toiletten. Das war doch etwas mau. Die meisten sind in den Busch gegangen. Wir natuerlich nicht, haben uns also fein angestellt. Das führte dann dazu, dass wir erst 2min vor Start unseren Startblock gesucht haben. Wie immer starteten wir ganz hinten. Um dahin zu kommen musste man sich allerdings erstmal durch die vorderen Blöcke kämpfen. Ich hab gebetet, dass der Startschuss nicht zu früh kommt. Da hätten wir sicher nicht mithalten können.

Der Plan war am Anfang zusammen zu laufen und dann hinten raus zu schauen was noch geht.
Der Startschuss kam etwas überraschend und wir liefen langsam bis zur offiziellen Linie vor. Dort stand Hübi mit einem Megaphon, erkannte mich und feuerte mich gleich an. So kann der Start doch immer sein!!

Gleich am Anfang merkte ich, dass mein FlipBelt heute irgendwie nicht sitzen wollten. Er rutschte die ganze Zeit hoch und so war ich ständig damit beschäftigt den wieder runter zu ziehen. Es war das erste Mal, dass er mich wirklich gestört hat. Wenn der FlipBelt sitzt bemerkt man ihn eigentlich nicht.

Meine Freundin zog also schon relativ schnell davon und ich blieb übelgelaunt zurück. Irgendwann kam ich auf die glorreiche Idee den Belt zu drehen, damit mein Handy hinten war. Das ging dann sehr viel besser, wenn auch nicht optimal.

Die ersten km waren entsprechend langsam. Am Anfang mussten wir auch eine kurze Gehpause einlegen, da der Weg einfach zu eng war. Nach und nach lichtete sich dann das Feld und man konnte in Ruhe laufen. Überraschenderweise gab es noch einen Verpflegungspunkt bei etwa 3,8km. Hier nahm ich allerdings nichts. Ich hielt nur bei den 2. offiziellen bei ca 6 und 8 km an.
Ca bei km 4,5 kam uns dann die Elite entgegen. Mensch die waren wirklich schnell unterwegs.
Als wir dem Wendepunkt immer näher kamen, hielt ich Ausschau nach meiner Freundin. Sie war aber nirgends zu sehen. Erst kurz vor dem Punkt sah ich sie kurz. So weit weg war sie also gar nicht. Das spornte etwas an. Ich probierte also noch ein bisschen auf Tempo zu laufen und fing an die Leute zu überholen. Irgendwann überholte ich dann auch sie:-)

Bei ca km 4 stand jemand mit einem Wasserschlauch und ich lief einfach durch und liess mich nass machen. Brrrr war das kalt. Da hat man ja das Gefühl das Herz bleibt kurz stehen. Der Rückweg war dann etwas zäher und ich wurde wieder langsamer. Kurz vor dem Ziel war dann ein riesiger Berg. Kein Witz! Auf dem Hinweg hatte ich den irgendwie nicht registriert. Jedenfalls standen da schon klatschende Zuschauer. Irgendwie unschön wenn man gerade einen Berg hochgejapst kommt:-)
Dann war der Havellauf aber schon vorbei und ich bekam eine super schöne Medaille umgehangen. Das Motiv der Medaille wurde vom Lauftreff Bernd Hübner per Onlineabstimmung ausgewählt. Ich hatte eigentlich für das andere Motiv gestimmt, aber dieses war letztendlich auch schön:-)

Insgesamt benötigte ich ca 1.25.42 für die 13.8km. Die offizielle Auswertung zeigt ca 1min mehr an. Ich dachte allerdings, dass ich die Garmin rechtzeitig gestartet hätte. Nun ja.
Als ich mir die Auswertung im Dashboard anschaute, konnte ich es gar nicht glauben, aber ich bin wirklich das erste Mal 5k unter 30min und 10k unter 60min gelaufen. 
Meine neue persönlichen Bestzeiten sind nun 28.29min und 59.43 für die 10km. Eine Verbesserung um 5min auf der 10km Strecke!! Das freut mich schon ziemlich. Ich wollte in nächster Zeit naemlich auch probieren die 10km unter einer Stunde zu schaffen und gezielt darauf hintrainieren. Ab Montag sollte es losgehen, nun jaa:-) Es hat nun auch so geklappt. Das nächste Ziel wäre dann den Sportcheckhalbmarathon in einem Monat um die 2.10h zu laufen!
Insgesamt wurde ich 21. Frau von 33 in meiner Alterklasse und 523 von 683 Teilnehmern.
Danach wurde eine kleine Tombola veranstaltet. Wir haben beide leider nichts gewonnen. Da das Wetter so super war, legten wir uns den gesamten Nachmittag einfach an den Wannsee und gingen sogar einmal rein. 
Insgesamt war der Havellauf ein tolles Erlebnis und wenn alles klappt, bin ich nächstes Jahr sicher wieder dabei. 

6 Antworten

  1. Anonym
    | Antworten

    Gratuliere! Das muss ein tolles Gefühl sein, nach dem anstrengenden Lauf im kalten See zu schwimmen. Du bist eine ganz tolle Sportlerin und hast meinen Respekt. Weiter so! :-)
    Sandra a.k.a. Josefinchen

    • Joshly
      | Antworten

      oh du bist ja lieb, danke dir!

  2. laufwelt
    | Antworten

    Super, herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Zeit! War doch sicherlich auch in Berlin recht warm an dem Tag, oder?

    • Joshly
      | Antworten

      ja es waren glaube 29 Grad. Also es war superwarm. Wir haben unsere laufklamotten zum Trocknen uebern Baum gehangen:-) Ging super.

  3. lauf:tyrann
    | Antworten

    Mega-Joshly! 😀

    • Joshly
      | Antworten

      mit der richtigen Unterstützung geht alles:-)

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