Nike Fuelband

eingetragen in: Blog, Fit mit Mietz | 0

Auch Nike hat vor einiger Zeit einen Aktivitätstracker herausgebracht. Leider besitze ich ihn selber nicht, aber 2 meiner Leser haben sich bereit erklärt kurz darüber zu berichten: Vielen Dank an Yasmin und Christin!

Yasmins Bericht: Fuelbanduserin der ersten Stunde!….
Da war es: mein erstes GOAL!

Am 2. Juni 2013. Hach, Erinnerungen..
Wie hab ich mich gefreut, als mir der Postbote endlich mein Fuelband „Black Ice“ überreichte, das es in Deutschland noch gar nicht gab. Das in Deutschland kaum einer kannte!
Wie oft wurde ich gefragt, was für eine Handfessel ich denn da trage?! Und irgendwie trifft es die Bezeichnung auch ganz gut, denn man ist immer an etwas gefesselt: an sein Tagesziel.
Schlafenszeit, 70 Fuel fehlen bis zum GOAL, hm.. Na dann ab die Hanteln geschnappt und aufgefüllt den Ladebalken!
Es wurde immer die Treppe statt des Fahrstuhls genommen, schließlich wollte mein ständiger Begleiter ja aufgeladen werden.

Und ja, mittlerweile ertappe ich mich dabei, wie ich denke „Ach nimmst du jetzt halt die Rolltreppe, wird ja eh nicht gezählt..“. Wird natürlich gezählt, jeder Schritt zählt! Aber ohne Fuelband am Handgelenk wird mir das nicht mehr so klar vor Augen gehalten.

Nicht nur, dass das GOAL jeden Tag anders tänzelnd aufleuchtete…. mit der Synchronisation erhielt ich dann auch immer wieder tolle kleine Videos und Bilder, die meine Erfolge zelebrierten.
So zum Beispiel dieses kleine boxende Männchen, das regelmäßig meine neuen Meilensteine jubelnd und energisch zur Schau stellte.

Da lag aber auch mein großer Kritikpunkt: es gab keine Android-App (nein, ich besitze keine iPhone und will das auch nicht!). Also musste ich mein Fuelband regelmäßig an den PC anschließen, um mein Tagesziel zu ändern. Das war natürlich lästig und irgendwann wurde ich faul (nur in Hinsicht an den PC anschließen, aktiv blieb ich weiterhin): ich setzte mir online realistische Tagesziele, die es täglich zu bezwingen galt und setzte am Morgen aktiv durchplanter Tage selbst (in Gedanken) 50 – 100 % der Fuel oben drauf und dann wurde weiter gekämpft auch wenn der grüne Bereich schon aufleuchtete. Klappte meist, in harten Momenten verleitete es mich aber doch mal dazu, die letzten 70 Fuel eben 70 Fuel sein zu lassen, laut Synchronisation hatte ich mein Tagesziel ja trotzdem erreicht. Man kann sich selbst halt doch etwas leichter verarschen als so ein System.

So sah dann also ein Tag auf der Onlineplattform aus. Ganz klar zu erkennen, welche Tageszeit die aktivste ist. Beim Scrollen über die Kurve werden einem sogar die Fuel für die jeweilige Stunde angezeigt.

Und mit Klick auf die Symbole unter den NikeFuel erhielt ich dann weitere Statistiken und motivierende Worte.
Ihr seht also, Nike weiß schon, wie man mit bunten Bildern und (nennen wir es mal) Spielereien Leute glücklich macht und somit aktiv(er).

Klingt, als würde das Fuelband seinen Zweck erfüllen. Warum bin ich also jetzt nackt am Handgelenk?

Weil leider der Akku versagte. Die anfängliche Lebensdauer von 2 Wochen wurde nach einem halben Jahr schlagartig immer geringer bis letztendlich eine halbe Stunde nach dem Laden bereits wieder die Anzeige erblasste. Ich musste mich schweren Herzens trennen.
Ein Moment, der bewies, wie toll der Nike Service ist: online angegeben, dass es leider den Geist aufgegeben hat, eingeschickt, Geld zurück erhalten. So sollte eine Retour doch immer laufen.
Da ich – wie anfangs erwähnt – mein Fuelband schon besaß, als es in Deutschland noch gar nicht auf dem Markt war, war dieses „Armband“ natürlich super exklusiv. Es hat bei vielen Interesse geweckt, viele belächelten mich für diese Spielerei, so viel kann es ja wohl nicht wert sein und und und..

Mir war es jeden Cent wert, da es mich motivierte, es teilte mir meine Erfolge mit, meine Steigerungen, es erinnerte mich an schlechten Tagen, mal wieder aktiv zu werden. Es war ein hübsches Accessoire, das ich nur zum Duschen und Schwimmen ablegte. Selbst Nachts störte es überhaupt nicht.

Mittlerweile ist Nike den Android-Usern endlich entgegengekommen. Nun ist das Tagesziel leichter zu aktualisieren, austricksen wie damals bei mir ist also nicht mehr nötig. Das sollte die Motivation doch noch um einiges steigern.

Christins Bericht:
Ich habe mein Fuelband nun seit etwa einem Monat. Lange Zeit habe ich mich mit dem Thema beschäftigt, es bei Nike-Events getestet und es immer wieder als ein unnötiges Spielzeug abgestempelt. Und trotzdem habe ich immer sehnsüchtig die Fuelbänder der anderen Mädels betrachtet.

Vor einem Monat habe ich dann einfach einsehen müssen, dass ich es haben will – auch wenn es mehr vielmehr ein lustiges Gadget als ein aussagekräftiger Leistungsmesser ist.
Das Fuelband ist ein Acivity-Tracker der die Bewegung in eine spezifische Nike-Einheit, sog. NikeFuel umrechnet. Man trägt es als Armband am Handgelenk.
Zum Einstellen und Synchronisieren muss man ein Programm auf den PC runterladen, schließt das Band an und legt ein Fuel-Ziel fest, welches man täglich erreichen möchte. Und schon kann das Punktesammel losgehen.
Sowohl das Herunterladen und Einstellen, als auch später das regelmäßige Synchronisieren gehen schnell und unkompliziert.

Die erreichten Fuelpunkte, gewonnene Stunden und die Uhrzeit werden per Knopfdruck auf einem LED-Display angezeigt. Gewonnene Stunden sind Stunden in denen man sich mindestens 5 Minuten am Stück bewegt (gar nicht mal so einfach wenn man im Büro arbeitet). Für das Tagesziel gibt es eine farbliche LED-Leiste die von rot über gelb zu grün geht und sich im Laufe des Tages abhängig von den erreichten Fuelpunkten auffüllt.
Das Fuelband misst in erste Linie die Bewegung des Arms. Dadurch erhält man beispielsweise beim Rad fahren recht wenig Punkte, bei Laufen hingegen sehr viele. Das ist teilweise sehr deprimieren, weil einige anstrengende Sporteinheiten so kaum Punkte bringen. Aber mit der Zeit findet man sich damit ab – man weiß ja, was man getan hat .
Am Anfang ist es gar nicht so leicht das richtige Ziel zu finden. Es sollte ja auch an Restdays erreichbar, aber trotzdem herausfordernd sein. Mit 4000 NikeFuel habe ich mich etwas überschätzt. Jetzt bin ich bei 3000 und komme damit gut zurecht.

Ich muss definitiv sagen, dass das Fuelband mich anspornt. Ich nehme jetzt viel öfter die Treppen, steige eine Station früher aus der Bahn und laufe oder machen abends noch einen Spaziergang oder einen kleinen Lauf, wenn ich mein Ziel noch nicht erreicht hat. Und damit erfüllt das Band genau den Zweck, für den ich es gekauft habe: Motivation!

Um genau im Blick zu haben womit man wie viel verdient kann man sogenannte Sessions starten, deren NikeFuel man einzeln angezeigt bekommt.

Ein weiteres nettes Detail ist die Tatsache, dass man sich mit Freunden die ebenfalls ein Band haben über die Nike+-Seite messen kann. Außerdem erhält man Auszeichnungen beispielsweise für das Übertreffen des Ziels oder mindestens 8 gewonnene Stunden (und vieles mehr). Auch dadurch bekommt man noch mal eine extra Portion Motivation.
Über Facebook veranstaltet Nike auch immer mal wieder Challenges mit dem Fuelband bei denen man hin und wieder auch was Schönes gewinnen kann.

Für mich hat sich die Investition gelohnt. Zumal ich jetzt endlich durch da Fuelband auch immer eine Uhr am Handgelenk habe. Aber man sollte bei der Anschaffung bedenken, dass es keine exakten Messungen vornimmt, sondern nur ein spielerisches Motivations-Gadget ist.

0

Bitte hinterlasse eine Antwort